

Hier fließt ein Bach in mehreren Kaskaden von einem Becken in das nächste. Teilweise sind die Becken so groß, dass man darin schwimmen kann. Hier ist es so schön, dass bestimmt schon die Götter zum Baden vorbeikamen.


Die Griechen tun es ihnen gleich , so dass auf dem Wanderweg entlang der Wasserfälle und vor allem an den Becken ein reges Treiben herscht.

Für uns leider ohne Badepause dafür aber voller schöner Eindrücke kommen wir wieder an der Hoppetosse an und dann geht es auch schon weiter Richtung Mani.



Die Mani Halbinsel ist der mittlere Finger der Peloponnes, eine felsige und wilde Landschaft mit markanten Wehrtürmen und alten Dörfern . Auf immer kleiner werdenden Straßen führt unser Weg Richtung Süden. Von den Bergen kommend führt uns eine kleine Straße steil hinab zum Meer, wo eine Taverne uns gutes Essen und einen Platz für die Nacht bietet.



Obwohl die Mani als wild und einsam beschrieben wird, haben wir nicht nur wegen Ostern das Gefühl, dass der Tourismus doch recht stark hier angekommen ist. Alte Dorfkerne zerfallen teilweise, während zwischen den Dörfern Touristensiedlungen im alten Stil entstehen.



Doch dies stört uns nicht mehr, nach dem wir uns am nächsten Morgen auf den Weg in die Berge machen. Eine kleine, für die Hoppetosse doch recht herausfordernde Straße, führt uns in die Bergwelt, in der wir ein versteckt liegendes Kloster finden .



Fernab von Dörfern liegt es verlassen und teils verfallen . Allein die renovierte und gut erhaltenen Kirche zeugt noch von aktueller Nutzung. Ein herrliches Plätzchen, auch für die Nacht , doch es zieht uns weiter . Desto weiter wir nach Süden fahren, desto wilder wird die Landschaft.



Von Wehrtürmen dominierte Dörfer scheinen die Landschaft zu überblicken. Eindringlinge wurden bestimmt früh bemerkt im Lande der Blutfehden. Bis in das 20 Jh. hinein waren die Dörfer abgeschnitten und das Gesetz der Blutrache beherrschte den Alltag.







Heute präsentieren sich die Dörfer ausgehölt, teils baufällig, ohne Zweck, außer dem touristischen. Für uns trotzdem sehr schön anzuschauen, erreichen wir schon bald den südlichsten Punkt unserer Reise, Kap Tenaro .



Wir besuchen das Orakel von Poseidon und machen einen großen Spaziergang . Nach einigem hin und her bleiben wir hier über Nacht und gehen am nächsten Morgen erst mal schwimmen. Toll ! Unsere weitere Strecke führt uns an der Ostküste der Mani bis nach Githio. Kleine Küstenstraßen, Dörfer mit verwinkelten Gassen und immer wieder ein beeindruckendes Panorama über die Küste .



Wir genießen die Fahrt zum Campingplatz sehr. Ja heute muss es mal ein Campingplatz sein, denn wir brauchen das volle Programm, waschen, duschen und putzen. Nach zwei Nächten geht es aber weiter , erst mal in das Hafenstädtchen.



Nach einem Stadtbummel in Githio geht es steil hinauf in das Parnon Gebirge, dessen höchster Gipfel auf 1940 m liegt. Unser Weg führt uns nur auf 1200m über dem Meer.

Kurz hinter dem Bergdörfchen Kosmas schmiegt sich das Kloster Elona an den Fels. Wie ein Schwalbennest klebt es dort und widersteht dort seit über 300 Jahren dem Unbill der Zeit.






Uns beeindrucken die griechischen Klöster immer wieder. Abgeschieden und teils nur schwer zugänglich strahlen die Klöster eine Ruhe und Spiritualität aus. Sie setzen für uns einen Gegenpol zur Schnellebigkeit und Oberflächlichkeit unserer heutigen Zeit. Neben einer kleinen Kapelle finden wir einen Platz für die Nacht von dem wir in die Bergwelt blicken können. Von den Bergen wieder an das Meer geht es abwechslungsreich weiter. Die alte Festung von Argos liegt auf unserem Weg, sie war aussichtsreich auf den Felsen über der Stadt gebaut.






Leider ist hier nicht allzu viel erhalten. So geht es weiter nach Akrokorinth, welches uns schon viel besser gefällt. Die alte Festungsstruktur ist gut zu erkennen, die Mauern sind meist gut erhalten und die Lage mit Fernblick einfach grandios. So war dies wieder eine erlebnisreiche Woche. Die kommende Woche haben wir ein ganz besonderes Ziel, lasst euch überraschen. Danke für euer Interesse und die Gillas ❤️ . Bis nächste Woche Lina, Alfred und die Hoppetosse.