Regnerisch beginnt die Woche und trotz der dunklen Wolken, leuchten die bunten Bootshäuser in einem der kleinen Häfen.




Doch mit Ankunft in dem Örtchen Raahe lacht wieder die Sonne über uns und der Wind vertreibt die letzten Wolken. Im Winter waren wir hier bei -15 Grad unterwegs jetzt bei +25, und so wie die Temperaturen unterscheidet sich auch das Aussehen von Raahe und wir bewundern die leuchtenden Farben bei einem kleinen Rundgang.



Bald darauf erreichen wir Oulu. Die fünftgrößte Stadt Finnlands liegt im Mündungsbereich des Oulujoki in die Ostsee. So verteilt sich die Stadt teilweise auch auf mehrere Inseln, was einen besonderen Flair ergibt. Zum Abendspaziergang geht es dann über Brücken und durch wunderschönen Parkanlagen vorbei am großen Stauwehr in die Innenstadt .




Auch hier bewundern wir besonders die farbenfrohe Holzarchitektur. Holz und Holzverarbeitung war für die Orte an den großen Flüssen seit langer Zeit ein Wirtschaftsfaktor. Über die Flüsse wurden große Mengen Holz aus Finnisch Lappland geflößt und hier weiterverarbeitet. So auch in Kemi, wo wir uns vom Meer wieder verabschieden und dem träge fließenden Kemijoki Richtung Rovaniemi folgen. Zuvor waren wir jedoch noch in einem kleinen Naturreservat unterwegs .




Mittlerweile sind wir soweit nördlich, dass es so gut wie gar nicht mehr dunkel wird, doch wir wollen ja noch weiter nach Norden, zumindest bis zum Polarkreis. Auf dem Weg haben wir immer wieder tolle Ausblicke auf den Fluss, besuchen eine alte Kirche und wandern durch eine spannende Felslandschaft zu Gletschertöpfen.





Dreizehn Gletschertöpfe in unterschiedlichen Größen finden sich hier. Beeindruckend wie sich das Wasser der Urzeitgletscher im Kreis fließend in die Felsen gegraben hat.




Schon bald darauf sind wir in Rovaniemi, einer sehr funktional gestalteten Stadt, die nach ihrer Zerstörung neu aufgebaut wurde und nicht unbedingt zum längeren Verweilen einlädt.


Eine bunte Elchdame ist wohl die größte Attraktion und natürlich der Weihnachtsmann 🎅 🎄, der etwas außerhalb lebt. Das ist jetzt natürlich die große Touristenfalle oder ???


Gut vermarktet von der finnischen Tourismusbranche wird das Dorf des Weihnachtsmannes am Polarkreis als Highlight angepriesen. Von hier startet immerhin der Gabenbringer Jahr für Jahr, um den Kindern dieser Welt Geschenke zu bringen. Gut vermarktet ist hier wohl der wunde Punkt an der ganzen Sache. So hat man sich eine ganze Menge einfallen lassen, um eine besondere und ein wenig weihnachtlich mystische Stimmung aufkommen zu lassen.


Für Kinder jedenfalls ist es bestimmt ein großartiges Erlebnis, ganzjährig sich mit Santa Claus und seinen Elfen fotografieren zu lassen und ihm die Wünsche persönlich mitzuteilen.

Wir fanden es sehr schön gestaltet, verstehen allerdings nicht ganz warum der Weihnachtsmann einen Doppelgänger hat, der als Konkurrenz im Gebäude gegenüber arbeitet und für das Fotoshooting noch ein wenig mehr verlangt. Und das ist leider die Kehrseite der Medaille, dass bei allen Bemühungen es sich nicht verheimlichen lässt, dass es hier vor allem um Geld statt um den Geist der Weihnacht geht. Wir springen dann auch noch über den Polarkreis bevor wir uns ruhiges Plätzchen für die Nacht suchen.

An einem der unzähligen Seen werden wir fündig und genießen den Abend der gar nicht enden will, bevor er nahtlos in den Morgen übergeht.


Wunderschön ist es hier oben , doch wir wollen noch etwas nördlicher ins Fjäll. Doch davon im nächsten Bericht. Wir sagen Tschüss und Danke ❤️ bis zum nächsten Mal Lina , Alfred und die Hoppetosse. 🙋♀️👱♂️🚙