Kreuz und Quer durch (Süd) Europa 29 🇸🇪 🇩🇰

Ein letztes großes Ziel verbleibt auf dieser Reise, und wenn auch nicht zur besten Reisezeit, so wollen wir doch nach Öland. Die beliebte Ferieninsel, berühmt für seine Windmühlen, liegt in der Ostsee und ist bei Kalmar über eine Brücke erreichbar. Nach einer regnerischen Nacht in einem kleinen Gästehafen, erreichen wir schon vormittags Kalmar und die Sonne ist auch hinter den dunklen Wolken hervorgekommen. 



Wir gehen auf Erkundungstour durch die malerischen Straßen bis zum Schloss, welches auf einer Halbinsel in der Ostsee gebaut wurde. 


Beeindruckt spazieren wir entlang der Anlage um das Schloss und entdecken ein Sandskulpturen Festival; einfach toll was aus Sand und Können werden kann.

Weiter geht es dann auf die Insel. Zuerst besuchen wir Gråborg und die St.Knuts Kapelle. Auf einem kleinen Spaziergang entdecken wir Ölands größte antike Burg, die in der Eisenzeit erbaut wurde, aber lange darüber hinaus genutzt wurde. Heute ist davon auser dem Ringwall leider nicht mehr viel zu sehen .






 Vorbei an Windmühlen fahren wir dann an die Küste zu unserem Stellplatz für die Nacht. In der Nähe ist eine kleine Fischersiedlung durch die wir spazieren. Heute werden die kleinen Häuschen für Ferien und Erholung genutzt und gepflegt. 





Mit einem wunderbaren Sonnenuntergang verabschiedet sich der Tag und wir sind schon richtig begeistert von Öland. 

Der nächste Tag führt uns zunächst ganz in den Süden der Insel. Wir wollen den Langen Jan besuchen; der aus dem 18Jh. stammende Leuchtturm stellt eine markante Landmarke da und ist zugleich der höchste Leuchtturm Skandinaviens (42m). 



Ein ausführlicher Spaziergang rund um den Langen Jan lässt uns die wunderschöne Natur Ölands erleben. Beeindruckt fahren wir weiter, vorbei an Mühlen und kleinen Hofläden, in denen man Leckeres aus der Region kaufen kann, und bummeln so über die Insel.





 Heute sind wir schon um 17 Uhr an unserem Übernachtungsplatz, denn man merkt besonders an den Stellplätzen das Hauptsaison ist. So verbringen wir mit Blick in die Natur und die untergehende Sonne einen wunderbaren Abend. 



Das Freilichtmusseum Himmelsberga ist unser nächstes Tagesziel, es erzählt von der Kulturgeschichte der Insel. Auf dem Weg dorthin kommen wir an einem beliebten Fotomotiv vorbei, fünf Mühlen, die direkt in einer Reihe stehen. Eine Mühle ist sogar offen, so dass man das Inneleben und die Funktionsweise der, für diese Region besonderen, Bockmühlen erleben kann. 


Das Museum Himmelsberga gefällt uns auch sehr gut , die alten Höfe die erklären wie die Menschen auf Öland in vergangener Zeit gelebt haben sind sehr interessant .






 Die Zeit verfliegt bei den vielen Dingen die es zu sehen gibt , so dass wir dort den Tag verbringen und für einen kleinen Obulus auf dem Besucherparkplatz übernachten. Nach 3 schönen Tagen auf Öland geht es weiter. Auf dem Weg nach Süden kommen wir am Nationalpark Åsnens vorbei.



Hier erleben wir nochmals die Weite und Größe der schwedischen Landschaft. Der Nationalpark ist das wilde Herz der eher gemütlichen Idylle Smalands. Rund um den See Åsnen mit seinen vielen Inseln erstreckt sich eine unberührte Waldlandschaft, die den Besucher eintauchen lässt in die Ruhe der Natur und in eine Welt, in der Trolle und Fabelwesen zu Hause sind. Am Trollberget führt eine Rundwanderung durch die verwunschene Landschaft und wir erfahren, wie die Menschen hier lebten, erklärt mit Hilfe mystischer Lebewesen. 



Hier verbringen wir noch zwei wunderschöne Tage und besuchen auch das Ikea Museum. . 





Doch dann sagen wir Tschüss Schweden .


Auf der Suche nach einer Waschmaschine kommen wir durch das, für uns typisch dänische Städtchen, Køge.






 Die Nacht verbringen wir schon wieder an der dänischen Nordsee. Noch ein Spaziergang durch Ribe. 





Nach kurzer Fahrt stehen wir dann nach 7 Monaten kreuz und quer durch Europa, vor der deutschen Grenze. 212 Tage waren wir unterwegs und wir haben es genossen. 352 Reisetage im letzten Jahr und wir können uns an jeden einzelnen erinnern. Während im Alltag Tage zu Wochen zu Monaten nicht zuortbar sind, haben wir auf der Reise so unglaublich viele einzigartige Erinnerungen, dass jeder Tag etwas Besonderes war. Wir sind glücklich und dankbar, das erlebt zu haben und hoffen etwas ähnliches noch einmal erleben zu dürfen. Wir sagen Danke an alle, die uns auf der Reise begleitet haben, wir hoffen das Mitreisen hat euch einen Eindruck von der Vielfältigkeit Europas vermittelt. Danke an all die Menschen, die wir auf unserer Reise kennenlernen durften, ihr habt die Reise bereichert und die Freundschaften, die sich daraus ergeben haben, mögen lange halten . Bis zum nächsten mal Lina, Alfred und die Hoppetosse. 🙋‍♀️ 👱 🚍

Kreuz und Quer durch (Süd) Europa 27 🇸🇪

Das Wetter begrüßt uns etwas trübe und geht dann schon bald in Regen über. An der finnisch-schwedischen Grenze wird einkauft und man merkt schon, dass das Preisniveau in Schweden ein gutes Stück günstiger ist. Vorbei an wilden Flüssen und Stromschnellen nehmen wir unseren Weg Richtung Kiruna.


 Die Entfernungen zwischen den Orten wird immer größer. Auf den etwas mehr als 200 gefahrenen Kilometern heute, hatten wir gerade mal 3 Ortschaften, in denen man einkaufen oder tanken konnte. Die Nacht verbringen wir an einem ruhigen, aufgegebenen Campingplatz mitten im schönsten Nirgendwo.

Es war aber dann doch etwas unruhig, da es hier viele viele...... Stechmücken gibt. An und für sich haben wir damit kein Problem, da nur vereinzelt es mal eine zu uns schafft . Meist hat man dann seine Ruhe, wenn man die paar, die beim Einsteigen mit hereinkommen, plättet . Nicht so dieses Mal. Kaum hat man Ruhe und ist am Einschlafen, bzzzzzzz , also Licht an, Störenfried erschlagen, Licht aus weiter schlafen, bzzzzzzz, Licht an .........und so weiter. Der neue Morgen bringt besseres Wetter mit sich und führt uns zur Bergbaustadt Kiruna. Sie entstand als Siedlung für das gleichnamige Eisenerzbergwerk. Damit die unter der Stadt liegenden Vorkommen abgebaut werden können, befindet sich Kiruna im Umzug der bis 2040 abgeschlossen sein soll. Dann ist die ganze Stadt um ca. 5 km weitergezogen. Zuerst besuchen wir das neue Stadtzentrum mit Rathaus und Fußgängerzone, eine neue Stadt nach den Wünschen der Bürger entsteht hier. Später besuchen wir noch die alte Kirche, deren Umzug gerade vorbereitet wird. Sie soll als ganzes Bauwerk auf Rollen umgesetzt werden. Kaum vorstellbar ist diese gigantische Aufgabe. 


Doch uns zieht es weiter in die Natur. 100 Kilometer haben wir noch bis Abisko , 100 km ohne Siedlung. Durch eine gigantische Natur fahren wir vorbei an riesigen Seen Richtung Fjäll und kommen wir uns klein vor. 


Immer wieder halten wir an und unser Blick streift über die scheinbar unendlich große Landschaft. Hinter Abisko erreichen wir auch den gleichnamigen Nationalpark, wo wir eine eindrucksvolle Rundwanderung unternehmen. 


Vom Nationalpark Zentrum führt unser Weg, entlang dem wild fließenden Abiskojåkka, hinein in die Wildnis des Nordens. Die meiste Zeit herrscht hier oben Väterchen Frost und so fällt, während ich diese Zeilen Anfang Oktober schreibe , dort oben schon längst wieder Schnee. 



Vom Fluss führt unser Weg zu einem See, von welchem man einen herrlichen Blick auf die Bergformation Lappenpforte hat. Über Holzbohlen führt der Weg uns dann durch sumpfiges Gelände zurück zum Ausgangspunkt.



 Wir suchen uns dann noch ein ruhiges Plätzchen für die Nacht, was gar nicht so einfach ist, da wir nicht die einzigen sind und die Möglichkeiten doch begrenzt sind. Eine Wanderung wollen wir aber hier noch machen, ausgeschlafen und voller Energie geht es trotz düsterer Wetterprognose los. Entlang des Ralarvägen wandern wir bei Riksgrenzen von Schweden nach Norwegen.


 Der Ralarvägen war eine Versorgungslinie zum Bau der Erzbahnlinie. Erstmals 1888 eröffnet führt die Malmbanan von Lulea bis Narvik (473km). Vor allem auf der Strecke Kiruna-Narvik verkehren die bis zu 5200 Tonnen schweren Güterzüge, die das Erz zum Seehafen Narvik transportieren. 





Doch für uns geht es hinauf ins Fjäll. Desto höher wir kommen desto schöner wird das Wetter. Wir wandern durch eine traumhafte Landschaft, jede Pflanze kämpft hier ums Überleben und hat doch ihre Nische gefunden in der sie sich entwickeln kann .


 Wir treffen sogar auf einen Schneemann ⛄️ , bei uns schon fast ausgestorben, geht es ihm hier oben noch gut 😜 . 


Nach einer kurze Erfrischung im See wandern wir durch eine rauhe, wilde Bergwelt immer höher . 






An einer kleinen Schutzhütte haben wir den Gipfel erreicht und staunen über die uns zu Füßen liegende Landschaft.


 Unendlich weit gleitet unser Blick über blaue Seen, Berge und Schneefelder. Wenige Meter Abstieg bringen uns dann zurück nach Schweden und dann steil hinab zur Hoppetosse.



 Müde suchen wir uns einen Platz für die Nacht und sind erstaunt, dass scheinbar noch mehr los ist als in den Tagen zuvor. Doch wir finden noch ein Plätzchen mit Blick ins Fjäll und genießen den Abend. Der Regen hat uns wieder und wir fahren ein gutes Stück nach Süden. Bis Jokkmokk kommen wir, dort geht es auf den Campingplatz. In Schweden finden wir kaum Waschsalons, so nützen wir das Angebot von Campingplätzen. Also gibt es einmal das volle Pflegeprogramm für uns, unsere Kleidung und die Hoppetosse. Am nächsten Morgen besuchen wir Àjtte , das schwedische Fjäll und Sami-Museum. 





Hier wird die Geschichte von Sápmi , dem Land der Samen und seinem Volk erzählt. Räumlich aufgebaut wie ein Gehege, in dem das indigene Volk die Rentiere sortiert wird hier das Leben , Kultur ,Glauben und Geschichte beschrieben .



Begeistert von diesem wirklich sehenswerten Museum geht es durch eine unendliche Waldlandschaft zum Storforsen. 250 bis zu 780 Kubikmeter Wasser wälzen sich hier pro Sekunde hinab.





 Eingebettet in eine markante Landschaft, die von vielen Nebenarmen des Flusses durchzogen ist, nähern wir uns dem lautstarken Rauschen dieser urgewaldigen Stromschnelle, die wir von einer hölzernen Plattform bestaunen können. 



Über kleine Wege kommen wir wieder zurück zu unserem ruhigen Stellplatz und genießen den Abend. Damit endet auch wieder diese Woche. wir sagen Tschüss bis zum nächsten Lina, Alfred und Hoppetosse!.

Kreuz und Quer durch ( Süd ) Europa 25 Finnland 🇫🇮

Unsere Woche beginnt mit der Fährfahrt von Tallinn nach Helsinki .Vollautomatisch wird hier, mittels Nummernschilderkennung, eingecheckt und wir stehen ruck zuck in der richtigen Spur und schon bald darauf sind wir auf der Fähre und sagen Tschüss Baltikum  , du hast uns sehr gefallen. 




Bei herrlichem Sommerwetter genießen wir die Überfahrt und besonders die Durchfahrt der Fähre zwischen vielen kleinen Inseln vor Helsinki. 




Zügig geht auch das Entladen der Fähre, so dass wir schon bald an unserem Stellplatz ankommen. Nach sieben Monaten sind wir wieder hier. Auch wenn wir häufig von Reisenden hören, dass sie nicht so begeistert von dieser Stadt sind, gefällt sie uns auf ein Neues. Der Jugendstil, wie in unserem Footprint zur Reise "Auf der Suche nach Nordlichtern" schon beschrieben, welcher hier in Helsinki gebaut wurde, begeistert uns sehr. 



Im Vergleich zu Riga ist er hier schlicht, weniger auffällig und weniger "protzig". Er bedient sich auch gar nicht Elementen aus anderen Kunstepochen. So entstanden hier ganze Stadtteile im Stile einer neuen "lebenswerten" Stadt. Durch die Straßen zu spazieren und einfach nur schauen, überall finden sich besondere Details.




 Art Nouveau, wie der Jugendstil auch genannt wird, findet sich hier darin , das er mit allen vorangegangenen Epochen bricht und alles neu definiert. Mit einer Prise Nationalbewusstsein ist unserer Meinung nach etwas ganz Besonderes entstanden.



 Wir lassen uns viel Zeit und bummeln in aller Gemütlichkeit durch die pulsierende Metropole. 



Wir entdecken Neues und genießen die vielen Sehenswürdigkeiten die uns , im Gegensatz zum Winter, in einem anderen Licht erscheinen. Der weitere Weg führt uns zunächst nach Tampere . Bei sommerlichen 30 Grad, wir hätten nicht gedacht das es hier so warm wird, bummeln wir eine große Runde durch die Stadt.






 Ob Dom, Wasserfall, Kaupahalli oder einfach nur die vielen Springbrunnen, auch hier gibt es einiges zu entdecken. 








Von Tampere fahren wir, vorbei an größeren und kleineren Seen, in den Helventinjärvi Nationalpark .
Der Park repräsentiert die wilden Wälder der Region Tavastia. Das Gebiet umfasst tiefe Schluchten und eine zerklüftete Landschaft, die durch Verwerfungen im Felsgestein geformt wurde. Vom Besucherzentrum, an welchem man toll über Nacht stehen kann, machten wir zunächst die Entdeckung einer wunderbaren Badestelle (natürlich sind wir in den See gehüpft),bevor wir uns zur Höllenschlucht aufmachen.

 Eine kleine Rundwanderung führt uns zu einem weiteren, malerisch gelegenen, See und der beeindruckenden Felsformation.




Noch immer drückend heiß machen wir uns auf den Weg zur Küste, wo wir eingeladen sind und zwei wunderschöne Tage verbringen. 





Wir stehen traumhaft schön und die Zeit ging rasend schnell vorbei: schwimmen, Sonnenuntergänge, fischen, erzählen, gut essen,.... Danke dafür .

So verging auch diese Woche schnell und wir sagen Danke für euer Interesse. Nächste Woche geht es dann zum Weihnachtsmann 🎅, mal sehen wie der so lebt. Bis dahin Liebe Grüße und Tschüss Lina , Alfred und die Hoppetosse.