Kreuz und Quer durch Südeuropa 17 🇬🇷

Vom Kloster Philosophou fahren wir über den Louisos nach Dimitsana. Die Strecke ist recht verfallen und wird auch nicht mehr für Wohnmobile empfohlen, aber für unseren kleinen Kastenwagen passt es ganz gut und führt uns aussichtsreich durch die Bergwelt. 



Dimitsana, das größte Örtchen in der Umgebung, lädt zu einem Bummel ein und kleine Touristenläden bieten auf charmante Weise lokale Produkte an. Nach einem Rundgang und dem Besuch des historischen Wasserkraftmuseums verbringen wir eine ruhige Nacht bei einer Kapelle. 



Weiter geht es dann erst zu einer Quelle, um bei einem Kloster Wasser aufzufüllen und dann über gefühlt unendlich viele Kurven nach Andritsena. Hier gibt lokale Einkaufsmöglichkeiten und als Kuriosität eine Quelle, die aus dem Stamm eines Baumes kommt. 

Bald darauf ereichen wir auch die Hauptattraktion des Tages, den Apollo Tempel. Mit einem Zelt überdacht versucht man ihn, vor schädlichen Witterungseinflüssen zu schützen. Eines Tages soll er, wieder instand gesetzt, in altem Glanz erstrahlen, aber bis dahin scheint noch ein weiter Weg.





 Die Neda Wasserfälle liegen auf unserem weiteren Weg ans Meer und wir freuen uns auf dem Wanderparkplatz ein ruhiges Plätzchen für die Nacht zu finden. 


Die Neda Wasserfälle locken uns , sie sollen eine der schönsten Wasserfälle Griechenlands sein. Ob sie wirklich sehenswert sind wollen wir herausfinden und so machten wir uns auf den Weg hinab in die Schlucht. Und es geht wirklich steil hinab zwar auf einem Fahrweg, aber den hätten wir der Hoppetosse wirklich nicht zumuten wollen. So ereichen wir die malerisch gelegenen Wasserfälle, bei denen man am liebsten auch gleich baden würde. 



Wenn auch Adonis nackt baden geht, verzichte ich aufgrund der Besucherzahl darauf, es ihm gleichzutun. So genießen wir einfach nur den Anblick der wirklich schönen Neda Fälle bevor es wieder aufwärts geht. 


Elea Beach, der große Freistehspot, ist unser Ziel am Meer. Im grundsätzlich dem Freistehen eher koservativ eingestellten Griechenland gibt es hier nicht nur eine Nische, sondern gleich einen ganzen Strand auf dem das Freistehen geduldet ist. Fahrende Händler mit Gemüse und Brot versorgen die bunte Kommune aus Paradiesvögeln, Überwinterern oder auch eher konservativen Herrschaften in traditoneller Weißware.



 Für uns ist es aber mit einer Nacht genug, es zieht uns weiter an der Küste entlang. Das orthodoxe Osterfest steht vor der Tür und überall herscht großer Trubel. Wir genießen es, auf Nebenstraßen entlang der Küste nach Süden zu fahren und in kleien Hafenstädtchen anzuhalten.



 Wieder mal ist eine Kapelle der rechte Platz für die Nacht. Wir spazieren noch entlang dem nahegelegenen Sandstrand und bewundern den tollen Sonnenuntergang.






 Zum Frühstück ziehen dicke Wolken auf und das Wetter sieht gar nicht mehr so toll aus. Stürmisch und regnerisch entwickelt sich das Wetter , so dass wir, nach wenigen Zwischenstationen, im Hafen von Pylos ankommen,


 Zwischenzeitlich wieder sonnig mit Wolken machen wir einen großen Rundgang durch das Hafenstädtchen. 




Heute ist richtig was los! Nach dem gut zweistündigen Ostergottesdienst in der Nacht beginnt dann für die Griechen offiziell Ostern. Dann wird gefeiert und zwar richtig! Nach Glockengeläut und Salutschüssen gegen 23 Uhr beginnt dann auch wirklich die große Feier und unser bis dato ruhiger Stellplatz im Hafen wird bis zum Morgengrauen von guter Laune und vor allem von Musik beschallt. So schauen nicht nur wir am nächsten Morgen recht unausgeschlafen aus. Aber das tut dem Feiern keinen Abbruch. Von überall dringt Musik und Grillgeruch zu einem, wenn man durch die Gassen schlendert. Wir schauen uns heute nur Methoni an, welches mit seiner alten Burg wunderschön am Meer liegt. 






Auch versuchen wir einen ruhigen Überachtungsplatz zu finden, doch das ist gar nicht so einfach und so fahren wir zurück nach Pylos. Nun stellen wir uns aber, wie viele andere Camper, etwas weiter vom Zentrum weg und genießen mal wieder einen traumhaften Sonnenuntergang. 


 Damit sind wir wieder mal am Ende einer Woche angelangt, mal schauen was die nächste so bringt. Bis dahin mit ganz lieben Grüßen und einem dicken Dankeschön für die Gillas ❤️ Lina, Alfred und die Hoppetosse. 
PS: Ihr könnt unter Kommentare uns gerne auch schreiben!


Kreuz und Quer durch Südeuropa 16 🇬🇷

Nach dem ruhigen Sonntag fahren wir vom Meer in die Berge . Dance of Zalonga, eine Gedenkstätte in den Bergen, war unser Ziel. 

Hier wird dem Freitod von 60 Frauen im Jahre 1809 gedacht, die um der Versklavung zu entgehen, mit ihren Kindern von einer Felsklippe sprangen. 



Mit beeindruckendem Weitblick über den Ambarkischen Golf fahren wir wieder hinab an das Meer und auf einem Damm weiter hinaus nach Koronisia, welches wie eine Insel im Meer liegt . 



Unser heutiger Stellplatz liegt nur wenig höher als der Wasserspiegel und bietet uns einen beeindruckenden Blick über dieses Binnenmeer. 



Leider meint das Wetter es heute mal nicht so gut mit uns, aber das kann uns nicht bremsen. So machen wir uns nach einer windigen Nacht auf zu einem Spaziergang durch Koronisia. 



Die Kapelle aus byzantinischer Zeit gefällt uns sehr und auch die kunstvolle Ausschmückung beeindruckt uns . Nächste Station ist Arta, hier gibt es viel zu entdecken, sogar eine kleine Kaffeerösterei finden wir auf unserem Einkaufsbummel. 



Da das Wetter unbeständig bleibt und wir hier keine weiteren Ziele haben, beschließen wir ein ganzes Stück südlicher zu fahren, um schon morgen auf die Peloponnes überzusetzen. In Kato Vasiliki finden wir einen kleinen Strand an dem wir mit Blick auf das Meer stehen und am nächsten Morgen gibt es zum Frühstück Sonne ☀ dazu .Bevor es weitergeht, bummeln wir nochmal am Strand entlang und fahren dann die kurze Strecke, die uns zur Fähre bringt. 



Es gibt zwar auch eine kostenpflichtige Brücke, aber die Fähre bietet einen tollen Blick und entschleunigt die Reise. 

In den Bergen hinter Patras finden wir an einer kleinen Kapelle einen Platz mit Weitblick. Hier gibt es nur eine Herde Ziegen und ein paar streunende Hunde.



 Einer von ihnen, wir haben ihn Bruno genannt, ist sehr geschickt im betteln und so bekommt er Etwas. Als Gegenleistung bewacht er uns die ganze Nacht. Am nächsten Morgen steht er dann wieder parat, um seinen Lohn zu bekommen .

 Wir müssen weiter, bevor Bruno all unsere Vorräte gefuttert hat 😉 . Olympia ist unser Ziel, ein großer Begriff, dem wir Bilder zuordnen wollen. Griechische Straßen können teilweise auch recht abenteuerlich sein, was die Einheimischen aber nicht dazu veranlasst, langsam zu fahren; schließlich weiß ja jeder, wo das nächste Schlagloch, Bodenwelle, unbeschilderte Engstelle oder ähnliches ist. Andere Einheimische in Form von Hunden, Kühen oder Ziegen nehmen darauf auch keine Rücksicht, schauen dich eher interessiert an, wenn sie mitten auf der Straße laufen. 

So war unser Weg nach Olympia eine sehr abwechslungsreiche und interessante Fahrt. Nach kleiner verzweifelter Parkplatzsuche widmen wir uns der Hauptattraktion des Tages, den Ausgrabungen rund um den Zeus Tempel. 



Der Betrachter sieht die alte Kultstätte des Zeus erst einmal als Ruinen vor sich. Ein Haufen alter Steine, den wir eng verknüpft sehen mit den sportlichen Wettkämpfen der Neuzeit. Doch es war Orakelstätte und Heiligtum, dem Gottvater Zeus gewidmet. So entwickelt sich vor dem Betrachter, der sich weiter damit beschäftigt, eine Möglichkeit die Steine mit Leben zu füllen und sich einzudenken in die Wiege unserer Kultur. 



Viel mehr als die Wettkämpfe alle 4 Jahre ist es noch heute Gegenstand unseres Alltags und vieles kann mit Olympia verknüpft werden. Für uns waren es mehr als Alte Steine.

 Zwei sehr interessante Tage verbringen wir hier, bevor es nach Dimitsana weitergeht. Inmitten der arkadischen Bergwelt schneidet sich der Louisos tief ein und bildet eine atemberaubende Landschaft. 



Zwischen den Klöstern Prodromou und Philosophou führt eine tolle Wanderung durch die Schlucht, die wir empfehlen können. 





Die griechischen Klöster machen großen Eindruck auf uns. Durch ihre abgeschiedene Lage zwingen sie dem Leben der Mönche eine Schlichtheit auf, das fernab unserer schnelllebiigen Welt, beeindruckt. 








Schnell war auch diese Woche vergangen , lange hat es gedauert sie aufzuschreiben . Nächste Woche geht es von Dimitsana wieder an das Meer, bis dahin liebe Grüße von Lina, Alfred und der Hoppetosse. Danke für die vielen Gillas ❤️🥰 wir freuen uns über jedes,!

Kreuz und Quer durch Südeuropa 15 🇮🇹 🇬🇷

Da wir auf dieser Reise in Italien nicht so richtig ankommen und uns schon sehr auf Griechenland freuen, schauen wir mal nach Fährtickets . Mit Camping on Board haben wir die Möglichkeit, schon Donnerstag ab Bari überzusetzen, sonst müssten wir 5 Tage später fahren . So machen wir uns auf den Weg in den Süden. Etwas über 700 km in 3 Tagen ist gut zu schaffen und lässt uns auch noch Spielraum links und rechts der Strecke etwas an zu schauen. So bewundern wir die Kirche von Assisi , sagen Pinocchio Hallo und bestaunen das mächtige Abruzzenmassiv . 





Und schwubs sind wir in Bari . Nach etwas chaotischer Abfertigung im Hafen sind wir auch schon an Bord , machen es uns in unserem Heim auf Rädern gemütlich und freuen uns auf Griechenland. 


 Während die Fähre durch die Wellen gleitet, liegen wir gemütlich in unserem Bett und träumen von griechischem Wein. Um 5 Uhr italienischer Zeit heißt 6 Uhr griechischer Zeit kommen wir, noch etwas unausgeschlafen, in Igoumenitsa an und suchen erst mal einen kleinen Parkplatz um auszuschlafen.


 Nach Sesamkringel und Kaffee beginnt dann offiziell das Abenteuer Griechenland 🇬🇷 😊 . Efcharisto , kommt uns noch etwas zögerlich über die Lippen, aber die ersten Einkäufe klappen ganz gut . 




So fahren wir entlang der Küste Richtung Süden und finden schon bald einen wunderbaren Stellplatz mit Aussicht. 


 Weiter geht es am nächsten Morgen Richtung Parga an der Küste entlang . Ein herrlicher Strand lädt uns zum Baden ein . 




Nach Wäsche waschen geht es zum zum Spaziergang entlang der Uferpromenade von Parga . Ein Örtchen wie aus dem Bilderbuch . Türkisblaues Wasser , Strand und kleine Inseln . 




Unseren heutigen Stellplatz finden wir gegenüber von Fischerbooten am Acheron .Der Acheron ist in der griechischen Mythologie der Fluss, über den die Seelen ins Totenreich übersetzen . Hier ist es aber gar nicht grusellig sondern wunderschön . 


Nur zwei Tage in Griechenland und wir sind randvoll mit Eindrücken, daher machen wir es wie die Hunde hier . 


Wir lassen es etwas ruhiger angehen und machen einen faulen Sonntag mit Lesen und Strandspaziergang . Als Belohnung gibt es dann noch einen traumhaften Sonnenuntergang dazu. 






Die ersten Tage in Griechenland waren sehr eindrucksvoll , wenn sie dir auch gefallen haben lass gerne ein "Gilla" ♥️ da. Efcharisto Lina Alfred und 🚐