Riga Hauptstadt, Hansestadt, Jugendstilstadt , Kulturhauptstadt , größte Stadt des Baltikums ..... Riga eine Stadt mit bewegter Geschichte, der man so viel Attribute zuordnen kann, die sie dennoch nicht ausreichend beschreiben. Riga muss man erleben, und das tun wir mit Genuss. Zunächst geht es erst einmal zu einem kleinen Abendspaziergang .


Über den, kurz vor seiner Mündung in die Ostsee, recht breiten Fluss Düna kommen wir in die Altstadt.



Vorbei an den "Drei Brüdern", dem Rigaer Dom , der Petrikirche , dem Schwarzhäupterhaus und viel viel mehr bummeln wir durch die Gassen.




Am nächsten Morgen geht es durch die Altstadt zu den Zeppelinhallen. Hier ist der riesige Markt untergebracht. Wir schlendern durch die Hallen und den Außenbereich und kommen aus dem Staunen nicht heraus.


Wir besuchen gerne Märkte, aber einen so großen und vielfältigen wie diesen haben wir noch nicht gesehen.



Naturlich besorgen wir uns hier auch ein leckeres Mittagessen, dazu trinken wir Kwas, eine Besonderheit, die wir bisher nicht kannten. Kwas ist ein Getränk, das durch Gärung aus Brot hergestellt wird 😋 .

Vom Markt geht es vorbei an der Laima Säule und dem Freiheitsdenkmal zum Jugendstilviertel.


Wow das haut uns aus den Socken. So stark ausgestalltete Jugendstilfassaden haben wir noch nirgends gesehen.




Für uns vielleicht doch eine Spur zu protzig, zu schwülstig hat hier der Architekt Michael Eisenstein sein Erbe hinterlassen.




Unser Weg führt uns durch den Stadtpark wieder in die Altstadt, wir sagen Baron Münchhausen "hallo' und begrüßen die Bremer Stadtmusikanten.







Immer wieder gibt es etwas zu entdecken, doch der Tag war lang genug und unser Weg führt uns zurück zur Hoppetosse und ins Bett. Riga hat uns begeistert und der neue Morgen führt uns zum Freilichtmuseum, welches außerhalb von Riga liegt.



Im Jahr 1924, als der noch sehr junge Staat Lettland gerade aus dem Krieg herausgekommen war, entschieden kluge Köpfe, dass die Zeugnisse der bäuerlichen Lebensweise, die unweigerlich verloren gingen, für die nächsten Generationen bewahrt werden sollten. "Es soll ein Gefühl für die historische Realität darüber geschaffen werden, woher wir kommen", so beschreibt Mārtiņš Kuplais, der Hauptverantwortliche für die Lagerung des Museumsbestands, die Gründung des Museums. In diesem Jahr wird das größte und älteste Freilichtmuseum Europas 100 Jahre alt.







Wir haben es sehr genossen, mehr über das Land und seine Historie zu erfahren. Mit Blick auf die Ostsee finden wir einen schönen Stellplatz und werden am folgenden Morgen durch das sanfte Trommeln von Regentropfen geweckt, so beschließen wir einen Ruhetag einzulegen. Dafür werden wir dann mit einem spektakulären Sonnenuntergang belohnt.

Wieder bei strahlendem Blau geht es dann die Küste entlang Richtung Estland. Wir genießen die Zeit und die abwechslungsreiche Küste.



Immer wieder kommen wir ans Meer und finden eine eindrucksvolle Küste.






Direkt hinter der Grenze entdecken wir einen Stellplatz der estländischen Fortstbehörde. Wenige Schritte führen uns zu einem endlosen Strand und wir verbringen einen wunderbaren Abend mit lieben Menschen und zwei Hunden, die wir heute kennengelernt haben.


Pärnu, die erste größere Stadt in Estland, lädt uns zum Stadtbummel ein. Vor allem die schön gestalten Holztüren fallen auf .








Von Pärnu ist es nicht weit zu einem schönen Rundweg durch den Sooma Nationalpark.



Estlands Moorlandschaften bedecken etwa ein Fünftel des Landes und prägen so große Teile des Landschaftsbildes. Bekannteste Beispiele sind die Nationalparks Laheema und Sooma. Letzteren und kleinere Moorlandschaften haben wir besucht und sind begeistert. Über Bohlenwege kann man durch die tolle Landschaft wandern und sich an Formen, Farben und Artenvielfalt erfreuen.


Kleine Moorseen mit Holzstegen und Bänken laden zum Baden ein. Dieses Angebot haben wir gerne genutzt und uns in einem Moorauge erfrischt.


Beim Sooma Nationalpark gibt es auch eine fünfte Jahreszeit. Zwischen Winter und Frühling, zur Zeit der Schneeschmelze, kann der Wasserspiegel stark ansteigen, so dass Wege und Straßen überflutet werden. Zu dieser Zeit sind Boote das einzige Fortbewegungsmittel in der Region.



Durch das Landesinnere tuckern wir, vorbei an weiteren Moorlandschaften, nach Tallinn . Estlands Hauptstadt am Meer gelegen wurde im frühen Mittelalter gegründet und bietet heute eine der am besten erhaltenen Altstädte der Hansezeit.






Wir schlendern durch die Altstadtgassen, vorbei am Rathausplatz zur Kohtoutsa Aussichtsplattform, von der wir einen herrlichen Blick über die Stadt haben.




Wir bewundern die Alexander-Newski-Kathedrale und staunen über die alte Stadtmauer.









Einen quirligen und hippen Gegenpol zur Altstadt stellt das Rotermann Viertel dar.



Zum Sonnenuntergang empfehlen wir jedem, die Linnahall, von der man einen herrlichen Blick auf die untergehende Sonne hat.





Am nächsten Tag verbringen wir noch einen schönen Tag in der Stadt bevor es weitergeht, denn vom 23ten auf 24ten Juni wird hier Estland Mittsommer oder St. Johannis gefeiert. Zu diesem Zweck fahren wir raus Tallinn und haben uns in ländlicher Umgebung einen kleinen Campingplatz am See gesucht. Hier verbringt wir einen wunderschönen Abend in toller Gesellschaft.


Jetzt heißt es Abschied nehmen von Estland, dem Baltikum und dieser Woche. Wie es weitergeht in Suomi erfahrt ihr im nächsten Bericht. Soweit mit lieben Grüßen von Lina, Alfred und der Hoppetosse. Wenn es euch gefallen hat, freuen wir uns über ein Gilla ❤️ .